Mahlzeit und..
Herzlich Willkommen auf der offiziellen Website von *Artichoque*!
Als Speerspitze des anspruchsvollen Medienwahnsinns im Onlinebereich freuen wir uns, nahezu exklusiv kurze Filme zu präsentieren, die nichts so sehr gemeinsam haben wie ihre brennende Aktualität!
Mr. Gordon Freeman ist nicht zu stoppen
Der erdrutschartige Erfolg von Half Life in 60 seconds aus der Clipschmiede von Jakob Rompkowski (MTV Game One) scheint unaufhaltsam: Schon nach einer knappen Woche wächst die Zuschauerzahl des internationalen Onlinepublikums in den siebenstelligen Bereich, ein Ende ist (und wir jubeln!) nicht abzusehen. Die stetig gedeihende Fangemeinde wird froh sein zu erfahren, dass artverwandte Clips bereits in Planung sind: Dabei wird Jakob wieder mit von der Partie sein, ebenso wie MTV-Gameguru Simon Krätschmer u.v.a. Die Details sind natürlich noch streng vertraulich
Half Life in 60 seconds by Jakob Rompkowski
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Don Quijote geht ins Kino – Verschollene Welles-Szene
erstmals veröffentlicht
Bis vor wenigen Wochen war Orson Welles’ „Don Quixote“ der Öffentlichkeit allein aus der unsäglichen Verhackstückselung des berüchtigten Trashfilmers Jess Franco bekannt. Jetzt endlich, nach über 50 Jahren, gelangte eine Jahrzehnte lang verschollene Schlüsselszene wieder an die Öffentlichkeit – erst im italienischen Fernsehen RAI, dann (dank J. Rosenbaum) im Blog des Chicago Reader, nun auf Artichoque.net.
Unseen Orson Welles with Jonathan Rosenbaum (v2)
...Vor fast genau 50 Jahren, im Juli des Jahres 1957, setzen die Bosse der Columbia Studios den Regietitan Orson Welles („Citizen Kane“) direkt vom Schneidetisch vor die Tür. Der gerade abgedrehte „Touch of Evil“ sollte sein letzter Hollywoodfilm bleiben.
Orson kehrte Los Angeles den Rücken und setzte sich mit Nebendarsteller Akim Tamiroff nach Mexiko ab, um dort – in größtmöglicher künstlerischer Freiheit – mit den Aufnahmen für sein liebstes Kind, den „Don Quixote“ zu beginnen. Aber Geld- und Zeitnöte zwangen ihn, nach acht Wochen alles unvollendet abzubrechen; erst zwei Jahre später konnte er wieder genügend Geld für Dreharbeiten aufbringen.
Doch ergab sich ein neues Problem: Patty McCormack, die von Welles in Mexiko als kindliche Dulcinea eingesetzt worden war, hatte sich von einem 12-jährigen Mädchen zu einer pubertierenden Vierzehnjährigen entwickelt. Der Regisseur suchte über zehn Jahre nach einer neuen, idealen Dulcinea, die er aber nirgends finden konnte – er produzierte jahrelang neues Material, warf seine Konzepte mehrmals um, ohne aber je zu einem Abschluss zu kommen, und ohne das McCormack-Material irgendwie unterzubringen.
Dreißig Jahre lang, bis kurz vor seinem Tod 1985, suchte Welles nach einem Weg, seinen Don Quixote zu vollenden. Übrig geblieben sind vor allem Fragmente, unter denen diese einzigartige Szene, in der Quixote eine Kinoleinwand angreift, einer der künstlerischen Höhepunkte bildet.
Zu Welles’ „Don Quixote“ gibt es in Deutschland zur Zeit noch keine Publikationen. Hendrik Heisterberg hat zu diesem Thema ausführliche Informationen und Interpretationen in seiner Magisterarbeit versammelt, die voraussichtlich noch in diesem Jahr im Buchhandel erscheinen wird. Auszüge aus dem Buch stellen wir demnächst als Download zur Verfügung.
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Grenzgänger
"Making of Zaunkönige" by Jakob Rompkowski & Hendrik Heisterberg